FC Maßnahmen zum Klimaschutz: Die Bayern und SGD 13


Stell dir einen alten Bilderrahmen vor, zum Beispiel von einem Flohmarkt oder vom Speicher. Genau dieser Rahmen wird zur Bühne für eine neue Botschaft. Der FC Bayern engagiert sich im Bereich Klimaschutz. Beim Upcycling wird statt etwas Neues zu kaufen Bestehendes weiterverwendet. Glas und Rahmen bleiben mit all ihren Gebrauchsspuren und Erinnerungen erhalten, doch das Bild darin wird komplett neu gestaltet. Entstehen soll ein Motiv, das die Bildsprache des FC Bayern aufgreift und neu interpretiert.

Wenn man abends an der Allianz Arena vorbeifährt, sieht man zuerst nur ein riesiges leuchtendes Stadion im Münchner Norden. Was man nicht sieht: Hinter der Lichtshow steckt eine ziemlich konsequente Klimastrategie des FC Bayern – festgeschrieben in der Nachhaltigkeitsstrategie „Mitnand“ und im dazugehörigen Bericht. Der Club beschreibt dort, dass er Klima- und Umweltschutz vor allem als Aufgabe versteht, die eigenen Treibhausgas-Emissionen zu senken, und dafür systematisch seinen CO₂e-Fußabdruck berechnet. Für die Saison 2021/22 lag dieser für den gesamten Verein – also AG, e.V. und Basketball GmbH – bei 75.966,26 Tonnen CO₂e, Grundlage ist das Greenhouse Gas Protocol. Dieses Zahlenwerk ist kein Selbstzweck, sondern die Basis, um Reduktionspotenziale zu finden und Maßnahmen zu steuern.

Am sichtbarsten wird das beim Stadion selbst. Seit 2006 ist die Allianz Arena EMAS-zertifiziert und verpflichtet sich damit, ihre Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern. Ein zentraler Hebel ist das Thema Energie. 2015 wurde die komplette Außenfassade auf LED-Technik umgestellt – laut einem Bericht der Abendzeitung spart das rund 60 Prozent Energie im Vergleich zur alten Beleuchtung. Gleichzeitig arbeiten die Bayern daran, den Strom so sauber wie möglich zu beziehen: Geschäftsstelle an der Säbener Straße, FC Bayern Campus und Allianz Arena laufen laut demselben Bericht zu 100 Prozent mit Ökostrom. Parallel dazu baut der FC Bayern schrittweise eigene erneuerbare Erzeugung auf. Arena-Geschäftsführer Jürgen Muth verweist darauf, dass seit 2019 eine große Photovoltaik-Dachanlage mit 850 kWp auf dem Gästeparkhaus der Allianz Arena in Betrieb ist und eine weitere Anlage ähnlicher Größe im Eingangsbereich Süd geplant ist. Dazu kommen zwei PV-Anlagen an der Säbener Straße und eine am Campus. Im Nachhaltigkeitskonzept tauchen diese Projekte unter dem Handlungsfeld „Energie & Wasser“ auf: Ressourcenverbrauch – Treibstoff, Licht, Wärme, Wasser, Strom – soll zunächst reduziert, danach der Anteil erneuerbarer Energien wie Solarstrom erhöht werden.

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Ein besonders spannender Baustein ist die Wärmeversorgung. In der Arena wird die Rasenheizung seit 2022 über eine Wärmepumpe betrieben; allein im ersten Jahr wurden damit laut Abendzeitung 750.000 Kilowattstunden Energie eingespart. Weitere Wärmepumpen sollen folgen, sowohl im Stadion selbst als auch an der Säbener Straße. Damit wird ein klassischer „Energie-Klima-Klotz“ – Wärme aus fossilen Brennstoffen – Schritt für Schritt auf eine erneuerbare Basis gestellt.

Klimaschutz endet für den FC Bayern aber nicht bei Strom und Wärme. Im Nachhaltigkeitsbericht und auf der Klimaseite findet sich ein eigener Block zu „Abfallmanagement und Kreislaufwirtschaft“. Für die Saison 2022/23 hat der Verein an seinen drei Hauptstandorten – Allianz Arena, Säbener Straße, Campus – eine ausführliche Analyse des Abfallmanagements erstellt, um auf dieser Grundlage das Konzept weiterzuentwickeln und möglichst viel in Kreisläufe zurückzuführen. Das wirkt auf den ersten Blick weniger spektakulär als eine leuchtende Fassade, ist aber für die tatsächliche Klimabilanz wichtig: weniger Restmüll, bessere Trennung, mehr Verwertung.

Ein anderes Kapitel im Nachhaltigkeitsbericht ist der Schutz der Biodiversität. Am FC Bayern Campus gibt es ein eigenes Biotop, das der Verein auf seiner Klimaseite als Beispielprojekt erwähnt. Was das konkret heißt, beschreibt erneut die Abendzeitung: Auf dem Gelände an der Ingolstädter Straße liegen rund sechs Hektar Naturschutzfläche; in diesem „Bayern-Biotop“ werden artenreiche Kalk-Magerrasen wiederhergestellt und sensible Arten der Heidelandschaft geschützt und gefördert. Der Club betont, dass er dort gewonnene Erkenntnisse auf andere Standorte übertragen will – Klimaschutz und Artenschutz werden so zusammen gedacht.

Rund um die Arena spielt außerdem klimafreundliche Mobilität eine Rolle. Direkt vor dem Stadion gibt es einen HPC-Ladepark für E-Trucks und E-Busse, den der FC Bayern gemeinsam mit MAN eingerichtet hat. Das ist als Infrastrukturprojekt interessant, weil es nicht nur dem eigenen Betrieb nutzt (zum Beispiel für Mannschafts- oder Shuttlebusse), sondern auch als Angebot für Dritte fungiert – und damit das Umfeld des Stadions elektrifiziert.


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Dieses Upcycling-Projekt lässt sich mit wenig Aufwand umsetzen. Am Computer entsteht ein neues Design, das sich optisch an Anmutung und Stil des FC-Bayern-Logos orientiert, aber Inhalte wie Energieeinsparung, Ökostrom und umweltfreundliche Mobilität in den Mittelpunkt stellt. Ergänzt werden kann das Motiv durch einen Wimpel im Look eines Kulttrikots, auf dem etwa „Mitnand fürs Klima“ oder ein ähnlicher Slogan steht. Danach heißt es nur noch: Gestaltung ausdrucken, zuschneiden und in den alten Rahmen einsetzen – so wird aus einem einfachen Dekostück ein sichtbares Statement für Klimaschutz im Fußballalltag.


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Upcycling-Design >Schlagfertig!< inspiriert von der Tennisspieler Billie Jean King

Billie Jean King: Revolution der Tennis-Welt

Es gibt Objekte, die mehr erzählen, als man ihnen auf den ersten Blick ansieht. Ein alter Tennisschläger etwa: abgenutzt, vielleicht schon Jahrzehnte alt, längst aus dem Spiel genommen. Doch genau hier beginnt die Geschichte des Designobjekts >Schlagfertig!<. Ein Upcycling-Projekt, das sportliche Leidenschaft, gesellschaftliche Haltung und kreative Nachhaltigkeit verbindet. Es ist inspiriert von einer Frau, die den Tennissport – und weit darüber hinaus – revolutionierte: Billie Jean King.

Billie Jean King wurde 1943 als Billie Jean Moffitt in Long Beach, Kalifornien geboren. Ihre ersten Erfahrungen mit dem Tennissport sammelte sie nicht in einem eleganten Country Club, sondern auf öffentlichen Hartplätzen in ihrer Heimatstadt. Ihre Eltern konnten sich keine Clubmitgliedschaft leisten – also brachte sie sich das Spiel unter einfachen Bedingungen selbst bei. Später sagte sie, genau das habe ihr geholfen, sich durchzubeißen. Schon als Kind fühlte sie sich ausgegrenzt, wusste aber: Wenn sie an sich glaubt, verdient sie auch Respekt – und den wollte sie sich hart erarbeiten.

Mit nur 17 Jahren gelang ihr 1961 der internationale Durchbruch. Gemeinsam mit Karen Hantze gewann sie das Damen-Doppel in Wimbledon – sie waren das jüngste Siegerinnen-Duo in der Geschichte des Turniers.

In den Jahren 1966 bis 1968 gewann Billie Jean King dann dreimal hintereinander den Einzeltitel in Wimbledon. 1968, im ersten Jahr der sogenannten Open Era, in dem auch Profis bei Grand-Slam-Turnieren antreten durften, wurde sie die erste weibliche Siegerin von Wimbledon. Trotz ihrer sportlichen Leistungen wurde sie jedoch nicht mit dem gleichen Respekt behandelt wie ihre männlichen Kollegen. Sie erkannte früh, dass Frauen im Tennis systematisch benachteiligt wurden – doch statt sich damit abzufinden, entschied sie sich, dagegen anzukämpfen.

1970 schloss sie sich mit acht weiteren Tennisspielerinnen zur Gruppe der „Original 9“ zusammen. Gemeinsam protestierten sie gegen die massive Ungleichbezahlung im Profitennis und unterschrieben symbolisch Verträge über jeweils einen Dollar, um ein eigenes Turnier zu gründen. Daraus entstand später die Virginia Slims Tour – der Grundstein der heutigen Women’s Tennis Association (WTA).


  • Billie Jean King: Frauen bekommen nur Aufmerksamkeit, wenn sie sich bewähren

Drei Jahre später, 1973, folgten entscheidende Schritte: Billie Jean King gründete die WTA und sorgte noch im selben Jahr dafür, dass die US Open als erstes Grand-Slam-Turnier Männern und Frauen das gleiche Preisgeld zahlten. Im selben Jahr trat sie auch zum „Battle of the Sexes“-Match gegen Bobby Riggs an. Riggs, ein ehemaliger Wimbledon-Champion, behauptete öffentlich, dass keine Frau ihn schlagen könne – selbst im Alter von 55 Jahren. Vor 30.000 Zuschauern im Stadion und rund 90 Millionen vor den Bildschirmen besiegte King ihn souverän in drei Sätzen. Als ironischer Kommentar auf den Sexismus, dem sie im Sport immer wieder begegnete, ließ sie sich vor dem Match in einer Sänfte von muskelbepackten Männern ins Stadion tragen.

Auch in ihrer späten Karriere blieb sie erfolgreich, kämpfte aber zunehmend mit Knieproblemen. 1981 wurde sie gegen ihren Willen öffentlich geoutet, als eine ehemalige Assistentin ihre langjährige Beziehung publik machte. Viele Sponsoren wandten sich von ihr ab – doch anstatt sich zurückzuziehen, begann sie offen über ihre Sexualität zu sprechen. Sie wurde zu einer wichtigen Stimme für die LGBTQ+-Community und fand auf lange Sicht auch dafür großen Respekt.

In ihren späteren Jahren wurde sie für ihre sportlichen und gesellschaftlichen Leistungen vielfach geehrt. 2006 benannte der US-Tennisverband das USTA National Tennis Center in New York, Austragungsort der US Open, nach ihr – ein Zeichen der Anerkennung für ihre Verdienste um den Tennissport. 2009 verlieh ihr US-Präsident Barack Obama die Presidential Medal of Freedom, die höchste zivile Auszeichnung der Vereinigten Staaten. In ihrer 2021 veröffentlichten Autobiografie All In spricht Billie Jean King offen über ihre Kämpfe mit Identität, Ruhm und dem ständigen gesellschaftlichen Druck – und zeigt dabei, dass ihr Engagement weit über den Tennisplatz hinaus Wirkung entfaltet hat.


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Das Upcycling-Projekt >Schlagfertig!< greift die Geschichte von Billie Jean King auf. Ein alter Holz-Tennisschläger – wie ihn King einst benutzte – wird hier nicht entsorgt, sondern transformiert. Er verliert seine ursprüngliche Funktion, gewinnt dafür eine neue Bedeutung: vom Sportgerät zum Symbol für Selbstbestimmung und Kreativität.

Der Prozess ist einfach, aber wirkungsvoll: Die alte Bespannung wird entfernt, der Rahmen gereinigt und ein Stück Holz zurecht gesägt und in die Öffnung eingesetzt. Dieses Holz wird mit Tafelfarbe gestrichen, sodass es zu einer beschreibbaren Fläche wird. Darauf findet eine inspirierende Botschaft Platz. Ein Spiegel oberhalb der Botschaft rundet das Design ab. So entsteht ein Objekt, das nicht nur schön anzusehen ist, sondern täglich daran erinnert, dass Wandel möglich ist – im Design, im Denken, im Leben.


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>Streich< ein Designobjekt das von der Gallionsfigur des Freiburger Fußballs inspiriert ist

Christian Streich: Webweiser für junge Talente!

Inspiration für das Design ist die Einzigartigkeit des Sportclubs Freiburg, die insbesondere durch Christian Streich verkörpert wird. Freiburg ist eine Stadt, in der viel Fahrrad gefahren wird. Viele Fans kommen mit dem Fahrrad zum Stadion. Auch Christian Streich ist begeisterter Fahrradfahrer. Während andere Bundesliga-Trainer mit Limousinen oder Chauffeur anreisen, fährt Streich am liebsten mit seinem Fahrrad durch die Stadt. Es ist nicht nur sein Fortbewegungsmittel, sondern auch ein Symbol seiner Bodenständigkeit. Nach seiner aktiven Karriere hat Christian streich sogar mal ein Praktikum in einer Fahrradwerkstatt gemacht.

Christian Streich, der als eine prägende Persönlichkeit im deutschen Fußball gilt, wuchs im kleinen Dorf Eimeldingen auf. Schon in jungen Jahren entdeckte er seine Leidenschaft für den Fußball. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Talenten zeichnete sich Streich nicht durch übermäßige technische Raffinesse aus, sondern durch seinen unermüdlichen Einsatz und seine Ausdauer. Als Spieler setzte er auf Fleiß und Beständigkeit, anstatt sich allein auf Talent zu verlassen.

Sein Weg führte ihn in die Stadien des Landes, wo er für Vereine wie den FC 08 Homburg, die Stuttgarter Kickers und den SC Freiburg spielte. Doch trotz seiner Erfolge auf dem Platz bemerkte er bald, dass es mehr gibt als Tore und Punkte. So entschloss er sich, seinen Horizont zu erweitern, holte sein Abitur nach und begann zu studieren. Diese Entscheidung eröffnete ihm eine neue Perspektive auf das Leben und den Fußball.

Nach seiner aktiven Zeit als Spieler fand Christian Streich seine wahre Berufung: Er wurde Trainer und widmete sich der Ausbildung junger Spieler beim SC Freiburg. 1995 übernahm er die U19-Mannschaft des Vereins und prägte sie durch eine klare, disziplinierte Trainingsarbeit. Er achtete auf jedes Detail: Jeder Pass musste präzise sein, jeder Laufweg durchdacht. Dabei stand er seinen Spielern gegenüber, gab klare Anweisungen, motivierte sie und sorgte dafür, dass alle Übungen effizient und konzentriert durchgeführt wurden.

Für Streich war Fußball immer mehr als ein Spiel. Er vermittelte seinen Schützlingen nicht nur technische und taktische Feinheiten, sondern auch Werte wie Respekt, Verantwortung und Fairness. Er war davon überzeugt, dass wahrer Erfolg nicht nur auf dem Platz, sondern auch im persönlichen Wachstum jedes Einzelnen zu finden ist. Seine Spieler sollten nicht nur sportlich ihr Bestes geben, sondern auch in der Schule, im Umgang mit Freunden und in der Familie Verantwortung übernehmen. Diese Philosophie prägte Generationen von Talenten, die unter ihm heranwuchsen.

Seine Arbeit im Jugendbereich machte ihn als Trainer immer bekannter. 2007 wurde er Co-Trainer des SC Freiburg und blieb auch in dieser Rolle seinen Prinzipien treu.

2012 trat er die Position des Cheftrainers an – eine Rolle, die es ihm ermöglichte, seine Philosophie auf die größte Bühne zu bringen. Neben dem klassischen Training war sein Alltag geprägt von organisatorischer Arbeit und intensiver Zusammenarbeit mit seinem Team. Streich stellte sicher, dass jedes Training präzise geplant und jedes Spiel sorgfältig analysiert wurde. Individuelle Förderung der Spieler war für ihn essenziell.

Besonderen Wert legte er auf Teamarbeit. Er pflegte enge Beziehungen zu seinen Assistenten, den Spielern und dem gesamten Staff. Während der Spiele traf er taktische Entscheidungen, motivierte seine Mannschaft und sorgte für eine klare Kommunikation zwischen allen Beteiligten. Ihm war es wichtig, nicht nur als Trainer, sondern auch als Teamleiter und Organisator zu agieren – ein zentraler Bestandteil seines Erfolgs.


  • Christian Streich: Wir müssen nicht gewinnen

Auch die Medienarbeit war Teil seines Lebens als Trainer. Zwar schien er den Umgang mit den Medien nicht immer zu genießen, doch er wusste, dass sie eine Möglichkeit boten, seine Werte und Botschaften zu verbreiten. Streich blieb stets souverän und hielt an seinen Prinzipien fest, selbst wenn Journalisten versuchten, ihn auf dünnes Eis zu locken. Er beobachtete aufmerksam die Entwicklungen im Fußball und in der Gesellschaft, da er Fußball nie nur als Spiel, sondern als Spiegel der Gesellschaft betrachtete.

Besonders während der Flüchtlingskrise zeigte Christian Streich Haltung und setzte sich öffentlich für Mitgefühl und Offenheit ein. Er betonte, wie wichtig es sei, Geflüchteten mit Verständnis und Unterstützung zu begegnen. Auch in anderen schwierigen Zeiten nahm er Stellung, etwa gegen die politische Instrumentalisierung tragischer Ereignisse. Innerhalb des Fußballs verteidigte er Spieler, die in emotionalen Momenten Fehler begingen, weil er wusste, dass jeder Mensch unter Druck Fehler machen kann.

Bald wurden viele seiner Aussagen aus Pressekonferenzen in der Freiburger Stadtgesellschaft diskutiert und prägten das Image des Vereins.

Für Christian Streich ging es immer um mehr als nur den Sport. Er wollte Menschen prägen, Werte vermitteln und Verantwortung übernehmen – auf dem Platz und im Leben. Diese Menschlichkeit und sein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn machten ihn zu einer herausragenden Figur im Fußball.

Obwohl er heute nicht mehr als Trainer aktiv ist, lebt sein Vermächtnis weiter. In den Herzen der Spieler, die er geformt hat, und der Menschen, die von seiner Philosophie inspiriert wurden, bleibt Christian Streich eine Persönlichkeit, die gezeigt hat, dass wahre Größe nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch im Leben erreicht wird.


  • Fanshop: Kickpot 2.0

Ein kaputter Fahrradschlauch wurde in der Fahrradwerkstatt des Vertrauens gefunden. Kunstlederabfälle gab es in einer Sattlerei. Flexschlauch, Kabelbinder und Farbe wurden für wenige Euro im Baumarkt gekauft. Es wurde harzhaltige Farbe verwendet, da diese die Form des Balles stabilisierte. Bei der harzhaltigen Farbe musste besonders auf Nachhaltigkeit geachtet werden, um sicherzustellen, dass sie möglichst schadstofffrei ist. Informationen dazu konnten im Internet recherchiert oder beim Verkäufer erfragt werden.

Der Ball wurde entlang einer horizontalen Linie gerade aufgeschnitten. Mit einem Stift und einem Blumentopf war zuvor die Linie eingezeichnet worden. Die Blase im Inneren des Balls wurde entfernt. Anschließend wurde das Innere des Balls nach außen gewendet und der Ball bemalt.

Ein passendes Stück Flexschlauch wurde abgeschnitten. Der Flexschlauch wurde an der Unterseite mit einem Dremel geöffnet, sodass er über die Kante gestülpt werden konnte. Anschließend wurde ein Stück vom Schlauch sowie ein kleines Stück Leder abgeschnitten. Nachdem der Flexschlauch über den Rand gestülpt worden war, wurden die Löcher für die Kabelbinder markiert. Danach wurde der Flexschlauch wieder abgenommen und die Löcher mit der Lochzange gestochen. Anschließend wurde der Flexschlauch erneut über den Rand gestülpt, und der Fahrradschlauch sowie das Lederstück wurden wie gewünscht angelegt. Schließlich wurde der Rand mit den Kabelbindern fixiert.

Heute, nach vielen kreativen Stunden und unzähligen Ideen, ist aus vermeintlichem Abfall etwas völlig Neues entstanden. Das Upcycling-Projekt hat nicht nur alten Materialien ein zweites Leben geschenkt, sondern auch gezeigt, wie viel Potenzial in Dingen steckt, die oft vorschnell entsorgt werden. Es ist mehr als ein nachhaltiger Ansatz – es ist eine neue Art des Denkens.

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FC Geschlechter Gleichheit: St. Pauli-Spirit trifft SDG 5


Ein alter Bilderrahmen, vielleicht vom Flohmarkt oder aus Omas Wohnung, wird zur Bühne für ein neues Statement: „FC Geschlechter Gleichheit“. Statt ein neues Poster zu kaufen, wird ein vorhandener Rahmen upgecycelt – das Glas bleibt, der Rahmen erzählt seine Geschichte weiter, aber das Bild darin wird komplett neu gedacht: ein Design, das die braun-weiße Ästhetik des FC St. Pauli mit Symbolen für Geschlechtergerechtigkeit und dem Sustainable Development Goal 5 (Geschlechtergleichheit) verbindet.

Der FC St. Pauli hat gemeinsam mit der Organisation Pinkstinks ein klares Regelwerk gegen Sexismus in der Stadionkommunikation entwickelt. Werbung, die Menschen als sexuelle Objekte darstellt oder ihnen starre Geschlechterrollen zuschreibt, soll im Millerntor-Stadion keinen Platz haben. Damit sendet der Verein ein deutliches Signal: Fußball und Fan-Kultur sollen Orte sein, an denen sich alle Menschen respektiert fühlen – unabhängig von Geschlecht oder Geschlechtsidentität.

Zur Förderung von Geschlechtergleichheit gehört auch, dass Frauen- und Mädchenfußball sichtbar und ernst genommen wird. Beim FC St. Pauli ist der Frauenfußball fest im Verein verankert; das Frauenteam spielt in der Regionalliga Nord und steht für ein selbstbewusstes, eigenständiges Verständnis von Fußball jenseits klassischer Männerdominanz. In Kooperationen, Touren und Aktionen – etwa Kampagnen unter dem Motto „Football has no gender“ – wird gezielt auf Gleichberechtigung im Fußball aufmerksam gemacht und die Rolle von Frauen im Profisport gestärkt.

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Rund um das Millerntor sorgt ein ausgebautes Awareness-Konzept dafür, dass Diskriminierung – darunter Sexismus und sexualisierte Grenzverletzungen – nicht einfach hingenommen wird. Fan-initiierte Gruppen wie der AK Awareness sowie das vereinsseitige Awareness-Team „Paulin“ sind an Spieltagen vor Ort ansprechbar, unterstützen Betroffene, vermitteln Rückzugsräume und setzen auf Sensibilisierung. Die starke Fankultur von St. Pauli, die sich klar gegen Sexismus, Rassismus und Homophobie positioniert, bildet dafür den Rückhalt.


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Das Upcycling-Design lässt sich mit einfachen Mitteln umsetzen. Am Bildschirm habe ich ein Logo gestaltet, welches das Look und Feel des St.Pauli logos aufgreift. Ein Wimpel im Stil eines Kulttrikots rundet das Design ab. Anschließend das Deisg ausdrucken und in einen Bilderrahmen einpassen.


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>Saubermann< ist Upcycling inspieriert durch Neven Subotić

Neven Subotic: Sauberes Trinkwasser für alle! Im Sinne der Nachhaltigkeit im Fußball

Neven Subotić steht nicht nur für Fairplay auf dem Fußballplatz, sondern auch für Verantwortung jenseits des Sports. Mit seiner Stiftung setzt er sich für sauberes Trinkwasser und bessere Lebensbedingungen in Ostafrika ein – und inspiriert zugleich zu einem bewussteren Umgang mit Ressourcen. Das haben wir uns als Vorbild genommen für das >Saubermann< Upcycling-Design.

Neven Subotić wurde am 10. Dezember 1988 in Banja Luka, im damaligen Jugoslawien, geboren. Aufgrund der politischen Unruhen in der Region zog seine Familie 1990 nach Deutschland, wo sie sich in Schömberg, Baden-Württemberg, niederließ. Dort begann Subotić im Alter von sieben Jahren beim TSV Schwarzenberg mit dem Fußballspielen. 1999 emigrierte die Familie in die USA, um einer drohenden Abschiebung zu entgehen. In den Vereinigten Staaten setzte Subotić seine fußballerische Entwicklung fort und spielte für verschiedene Jugendvereine sowie die U17- und U20-Nationalmannschaften der USA.

2006 kehrte Subotić nach Deutschland zurück und begann seine Profikarriere beim 1. FSV Mainz 05. Nach einer erfolgreichen Saison wechselte er 2008 zu Borussia Dortmund, wo er bis 2018 spielte. Mit dem BVB gewann er zweimal die Deutsche Meisterschaft und einmal den DFB-Pokal. Anschließend führte ihn seine Karriere zu Vereinen wie dem 1. FC Köln, AS Saint-Étienne, 1. FC Union Berlin, Denizlispor und dem SCR Altach.


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Im Jahr 2012 gründete Subotić die Neven-Subotić-Stiftung, um Menschen in Ostafrika Zugang zu sauberem Wasser, Sanitäranlagen und Hygiene zu ermöglichen.

Die Stiftung konzentriert sich insbesondere auf den Bau von Trinkwasserbrunnen und Sanitäranlagen in Äthiopien, um die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort nachhaltig zu verbessern.

Stiftung in „well:fair foundation“ umbenannt. Die Namensänderung spiegelt das erweiterte Engagement der Stiftung wider, das neben Wasserprojekten auch Bildungsinitiativen umfasst.

Seit dem Ende seiner aktiven Fußballkarriere im Jahr 2022 widmet sich Subotić verstärkt seiner Stiftung und setzt sich für soziale Gerechtigkeit ein. In Zusammenarbeit mit der Journalistin Sonja Hartwig veröffentlichte er 2022 das Buch „Alles geben. Warum der Weg zu einer gerechteren Welt bei uns selbst anfängt“, in dem er seine persönlichen Erfahrungen und sein Engagement für eine gerechtere Welt schildert.


  • Fanshop: nachhaltiger Fußball

Ein alter, kaputter Fußball muss nicht auf dem Müll landen. Mit etwas Kreativität und Geschick lässt er sich in ein einzigartiges Upcycling-Projekt verwandeln. In diesem Beitrag stellen wir eine clevere und nachhaltige Idee vor, die besonders Fußballfans begeistern wird. Ein alter oder kaputter Ball muss nicht im Müll landen – mit ein wenig Kreativität lässt er sich in einen einzigartigen Blumentopf verwandeln. Der erste Schritt besteht darin, einen geeigneten Ball zu besorgen. Vielleicht findest du noch einen alten Ball im Keller oder in der Garage. Falls nicht, lohnt sich ein Besuch auf dem Flohmarkt, wo kaputte Bälle oft für weniger als einen Euro zu haben sind. Zusätzlich benötigst du ein scharfes Messer oder eine Schere zum Aufschneiden, Acrylfarben oder wetterfeste Sprühfarbe zum Gestalten sowie eine Pflanze mit passender Erde oder einen kleinen Blumentopf. Im zweiten Schritt wird der Ball vorbereitet. Schneide mit einem Cutter-Messer oder einer stabilen Schere eine Öffnung in den Ball. Nutze den Blumentopf um die Öffnung vorzuzeichnen. Falls die Außenseite des Balls stark beschädigt ist, kannst du ihn umstülpen, sodass die Innenseite nach außen zeigt. Nun geht es ans kreative Gestalten: Bemale den Ball mit Acrylfarben oder besprühe ihn mit wetterfester Farbe. Hier sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt – von bunten Mustern bis hin zu schlichten Designs ist alles möglich. Sobald die Farbe vollständig getrocknet ist, kannst du die Pflanze einsetzen. Entweder setzt du einen kleinen Blumentopf in den Ball oder füllst ihn direkt mit Erde und pflanzt Kräuter, Blumen oder Sukkulenten ein.

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